Die Wedemark

Bissendorfer Moor  Foto: NABU / Martin Lilienthal

Die Gemeinde Wedemark gehört zur Region Hannover und liegt nördlich von Hannover in Niedersachsen.

Geographisch bilden das Bissendorfer Moor im Süden, die Wietzeniederung im Osten, die Leineniederung im Westen und das einstige Urstromtal der Aller im Norden ihre natürlichen Grenzen (Landkarte).

In früheren Zeiten prägten weite Heideflächen und Wald das Landschaftsbild. Der Name "Wede" stammt aus dem Althochdeutschen und bedeutet "Wald". Während Heide heute Seltenheitswert hat, finden sich im Ostteil der Gemeinde im Forst Rundshorn, am Brelinger Berg, westlich Mellendorf und bei Resse noch größere Waldflächen. Dabei handelt es sich überwiegend um Kiefernwald.

Aus der Geest erhebt sich in der Mitte des Gemeindegebietes eine Geestinsel, deren höchste Erhebung der Brelinger Berg bildet.

Wie anderswo auch, wird das Landschaftsbild von der Landwirtschaft bestimmt. Nicht nur Getreide, Mais und Rüben werden angebaut, Feinschmecker wissen den Spargel und die Heidekartoffeln aus der Wedemark zu schätzen.

Die Wedemark ist Pferdeland. Daher dominiert an vielen Stellen das Grün der Wiesen und Weiden.

Sand- und Kiesabbau haben zur Entstehung einiger Baggerseen und Teiche beigetragen. Die Zahl natürlicher Gewässer ist dagegen heutzutage gering. Da hilft der NABU gerne nach.

Mit einem erstaunlichen Reichtum an Pflanzen und Tieren kann das NSG Bissendorfer Moor im Süden des Gebiets aufwarten. Dieses Moor ist Kernzone des EU-Projekts "Hannoversche Moorgeest".

 

Text: Martin Lilienthal, NABU Wedemark