„Wachwechsel“ bei den Wedemärker Eulen

 

Im Eulenschutz des NABU Wedemark hat ein Generationswechsel stattgefunden. Aus gesundheitlichen Gründen hat der langjährige Eulenbeauftragte Axel Neuenschwander seine Aufgaben an ein neu gegründetes Team um Alexander Heller übergeben. Damit wird die erfolgreiche Arbeit zum Schutz heimischer Eulenarten engagiert fortgeführt.

 

Das Team betreut mehr als 100 Niströhren und Nistkästen für Schleiereulen und Steinkäuze in der Wedemark. Die regelmäßige Kontrolle, Reinigung und Instandhaltung der Nisthilfen ist ein wichtiger Beitrag zum Artenschutz und erfordert neben Fachwissen vor allem viel ehrenamtliches Engagement.

 

Axel Neuenschwander hat dem neuen Team nicht nur Unterlagen und Arbeitsmaterialien übergeben, sondern auch sein über viele Jahre erworbenes Wissen. Besonders erfreulich ist, dass er die Arbeit weiterhin beratend begleitet.

 

Neben Schleiereule und Steinkauz kümmern sich die Ehrenamtlichen auch um weitere heimische Eulenarten wie Uhu, Waldkauz und Waldohreule. Ein aktuelles Projekt ist die Förderung des Raufußkauzes: Anfang des Jahres wurden im Forst Rundshorn zehn neue Nistkästen aufgehängt, um die Ansiedlung dieser seltenen Art langfristig zu unterstützen.

 

Das Eulen-Team ist inzwischen mehrmals wöchentlich in der Wedemark unterwegs. Deshalb gehört auch der persönliche Kontakt zu Eigentümerinnen und Eigentümern privater Grundstücke und der Forstverwaltung zu den Aufgaben des Teams. Regelmäßig werden erfolgreiche Bruten festgestellt - ein sichtbares Zeichen dafür, dass sich konsequenter Artenschutz auszahlt.

 

Unterstützt wird die Arbeit bei der Beringung von Jungvögeln durch die speziell dafür geschulte Biologin Annika Peter von der Universität Oldenburg. Die dabei gewonnenen Daten liefern wichtige Erkenntnisse für den langfristigen Schutz der Eulen.

 

Der „Wachwechsel“ ist damit nicht nur eine organisatorische Übergabe, sondern auch ein Zeichen dafür, dass ehrenamtlicher Naturschutz beim NABU Wedemark lebendig bleibt und engagiert in die Zukunft geführt wird.

 

Text und Bild: Andreas Kaiser, NABU Wedemark e.V.