NAJU- Aktion “Wildbienen” im Schulbiologiezentrum Hannover

NAJU Wedemark im Schulbiologiezentrum Hannover
Foto: Susanne Brockmann

Zum Thema “Wildbienen” traf sich am 08. Mai 2026 eine etwas kleinere Gruppe der NAJUs (Naturschutzjugend im NABU Wedemark) im Schulbiologiezentrum Hannover, um sich dort unter Anleitung der Wildbienen-Expertin und Biologin Mandy Schmidt mit diesen faszinierenden Insekten auseinander zu setzen.

Die NAJUs betraten ein weitläufiges Gelände mit zahlreichen Beeten und Gebäuden zu den unterschiedlichsten Themen. Diese großartige Einrichtung stellt den Besuchern viele spannende und anschauliche Materialien zur Verfügung. Begrüßt wurden die Grundschüler von einem bunt schillernden Pfau, der mit lauten Rufen vergeblich sein Weibchen anzulocken versuchte. Die engagierte Biologin erwartete die Gruppe bereits, und gemeinsam liefen sie in ein gemütliches kleines Holzhaus.

Zunächst wurde überlegt, was “Bestäubung” bedeutet und wie diese abläuft. Dies konnte sehr anschaulich anhand einer großen Blüte und einer bunt bemalten Biene aus Holz dargestellt werden. Anschließend sollten die NAJUs die unterschiedlichsten Lebensmittel (z.B. Schokolade, Kartoffelchips, Fleischwaren usw.) dahingehend sortieren, ob diese ohne die Bestäubung von Insekten überhaupt noch vorhanden oder ob diese nur noch als seltener Luxusartikel zu erhalten wären. Das stellte sich tatsächlich als kniffelig heraus! Die Kinder mussten dazu wissen, welche Pflanzen bestäubt werden, und dass unsere Tiere auf den Bauernhöfen neben Gras und Hafer auch Pflanzen fressen müssen, die nur durch Bestäubung wachsen können. Somit gäbe es ohne Bestäubung von Insekten kaum Tiere, die wir Menschen essen könnten. Und ohne Bestäuber hätten wir nur eine sehr begrenzte Auswahl an anderen Lebensmitteln zur Verfügung. Daher haben Bestäuber für uns (und für viele Tiere) eine große und wichtige Bedeutung!

Auf der Wiese vor dem Schulhaus durften sich die NAJUs dann auf die Suche nach Wildbienen machen. Mit durchsichtigen Gefäßen versuchten sie vorsichtig einige einzufangen, was gar nicht so einfach war. Da es bewölkt und kühl war, hatten sich zudem viele der Wildbienen zum Ausruhen auf Pflanzen niedergelassen. Dennoch konnten einige Exemplare gefunden und mit Hilfe von Fotografien bestimmt werden.

Abschließend gab es noch die Möglichkeit, eine Nisthilfe für die Wildbienen für den eigenen Garten herzustellen. In leeren Dosen wurde am Boden etwas Ton verteilt und darin konnten die Kinder kleine Pappröhren hinein drücken. In südöstlicher Richtung unter einer Bedachung aufgehängt, bieten sie Wildbienen die Möglichkeiten, Eier abzulegen. Damit Wildbienen, die oft auf bestimmte Pflanzen spezialisiert sind, in unseren Gärten Nahrung finden können, braucht es Gärten mit einer großen heimischen Pflanzenvielfalt!

 

Text: Claudia Schmidt