Hintergrundinformationen

 

NABU-GAP-Ticker: Finde den Unterschied – was fordern die protestierenden Landwirte? Und was der NABU?
26.November 2019. Heute rollen die Trecker zur Proteststernfahrt vieler Landwirte nach Berlin. Wir haben uns sieben Kernforderungen der Initiatoren aus dem Aufruf der Initiative Land schafft Verbindung genauer angesehen und sie mit denen des NABU verglichen. Wir haben Erstaunliches festgestellt.

Fazit:
Die allermeisten Forderungen, die das Protestbündnis vorbringt, sind gar nicht so weit weg von dem, was der NABU fordert. Wenn die Politik sich – auch aufgrund der Blockade des Deutschen Bauernverbands – nicht den entsprechenden Reformen verweigern würde, wären viele Punkte vielleicht längst umgesetzt. Natürlich: Beim Kernpunkt der schärferen Umweltauflagen gibt es Dissens. Jedoch sind im persönlichen Gespräch viele Landwirte bereit, derartige Standards einzuhalten, wenn sie Planungssicherheit, Hilfen für den Übergang und eine ökonomische Perspektive bei diesem Systemwechsel erhalten. Doch dies verweigert ihnen bisher die Politik – mit fatalen Folgen für die Betriebe, für die Natur und die ganze Gesellschaft.

mehr aus dem Blog "Naturschätze.Retten

 

29.04.2019 
NABU: Studie legt Lobby-Netz des Deutschen Bauernverbands offen, u.a. Ämterhäufung von Bauernpräsident Rukwied (Nabu-Presseerklärung vom 29.04.2019)
Tschimpke: Lobbyregister und mehr Transparenz erforderlich – Verfehlte EU-Agrarpolitik und Düngerecht machen Handlungsbedarf deutlich
Berlin – Der NABU stellt am heutigen Montag eine neue Studie vor, die das Netz der Agrarlobby in Deutschland offenlegt. „Unser Ziel ist es, Transparenz in das enge Beziehungsgeflecht zwischen Agrarpolitik, Agrarwirtschaft und Bauernverband zu bringen. Denn seit Jahren werden Entscheidungen gegen das Gemeinwohl getroffen, bei der Düngeverordnung genauso wie bei der Verteilung der milliardenschweren Agrarsubventionen. Daher muss transparent sein, wo in Parlamenten und Wirtschaft Agrarfunktionäre mitreden und welchen Einfluss sie nehmen können“, sagte NABU-Präsident Olaf Tschimpke.
Beauftragt hat der NABU die Studie beim Institut Arbeit und Wirtschaft (iaw) der Universität Bremen. Mehr als 150 Personen und Institutionen haben die Wissenschaftler beleuchtet, aus Finanzwirtschaft, Agrochemie, Agrar- und Ernährungswirtschaft sowie Verbänden. Besonderes Augenmerk richteten sie auf den Deutschen Bauernverband (DBV), die einflussreichste Lobby-Organisation der deutschen Landwirtschaft. Sichtbar wurden insgesamt 560 Verbindungen sowie mehrere Netzwerk-Knotenpunkte in Berlin und Brüssel.
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Text der Presseerklärung

NABU-Studie Agrarpolitik 2019 0001_ws.jpg

Über die NABU-Studie und die Verflechtungen zwischen Großbetrieben der Agrarwirtschaft, Bauernverband und Ernährungsindustrie berichtet die ARD
2019-04-29 Die Story im Ersten: Gekaufte Agrarpolitik?        (jetzt auch in der Mediathek)   
Die EU verhandelt derzeit eine Reform der Agrarpolitik. Das klingt technisch, dahinter steckt aber die Frage: Welche Landwirtschaft wollen wir haben?
Ankündigung mit Inhaltsangabe auf Tagesschau.de
43:35 Min. | Verfügbar bis 29.04.2020

 

Material / Hintergrund:
https://www.nabu.de/natur-und-landschaft/landnutzung/landwirtschaft/agrarpolitik/26321.html
Die Studie finden Sie unter: www.NABU.de/agrarlobby
Ergebnisse der forsa-Umfrage unter Landwirten: www.NABU.de/umfrage-landwirtschaft